Die Drohneninspektion ist eine Untersuchungsmethode, die regelmäßig eigesetzt wird. Sie hat den Vorteil, dass ohne eine Demontage der Module und mit relativ geringem Zeitaufwand einige Megawatt an Solarmodulen gescreent werden können. Am häufigsten wird dabei eine thermografische Prüfung durchgeführt. Aufgrund von Temperaturunterschieden in den Modulen (siehe unterstehende Abbildungen) können mögliche Defekte aufgespürt und Module gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Außerdem besteht die Möglichkeit, per Drohne EL-Bilder des Systems anfertigen zu lassen. Dabei handelt es sich um eine High-End-Technologie, mit der EL-Bilder von jedem individuellen Modul angefertigt werden, um den allgemeinen Qualitätszustand des Systems im Hinblick auf Mikrorisse zu überprüfen und festzustellen, welche Module möglicherweise ausgetauscht werden müssen.


Vorteile und Nachteile
Eine thermografische Überprüfung ist eine relativ kosteneffiziente Methode, um an jedem beliebigen Standort ein Screening einer Solaranlage durchzuführen. Es kann als gute Grundlage dienen, um zu entscheiden, ob weitere Überprüfungen erforderlich sind. Der Nachteil einer thermografischen Untersuchung besteht darin, dass sie keine vollständige Sicherheit bietet, die Defekte aufzuspüren, die möglicherweise doch Einfluss auf die Energieerzeugung einer Serie von Modulen haben. Außerdem sind die erforderlichen Wetterbedingungen für eine zuverlässige thermografische Untersuchung so spezifisch, dass sie in den Niederlanden durchschnittlich an nur etwa 50 Tagen im Jahr vorkommen. Wir raten daher zu einer rechtzeitigen Beauftragung, damit unsere Mitarbeiter sofort vor Ort sein können, wenn das Wetter die Prüfung zulässt.
EL-Drohnenbilder sind die beste Methode, um ein gutes Bild der Solarmodule im Hinblick auf mögliche Schäden durch Mikrorisse zu erhalten. Es ist allerdings auch eine kostspielige Technik, die darüber hinaus in den Nachtstunden durchgeführt werden muss. Dadurch kann die Technik jedoch das ganze Jahr über eingesetzt werden, sofern die Wetterbedingungen wie Wind und Niederschlag dies zulassen.

Drohnenflügen in „Sperrgebieten“
Überall in Europa besteht die Möglichkeit, dass sich der Solar Park in einem Gebiet befindet, in dem Flugbeschränkungen gelten, sogenannte CTR-Zonen oder Sperrgebiete. Aufgrund geänderter Vorschriften sind wir dabei, alle erforderlichen Zertifikate zu erhalten, um in diesen Zonen überall in Europa fliegen zu können. In einigen Ländern (einschließlich NL) kann dies jedoch bedeuten, dass wir dann einen Beobachter einsetzen und eine Befreiung von den Flugbeschränkungen beantragen müssen. Dies kann zusätzliche Kosten bedeuten. Die Kosten für die Befreiung (Leseerlaubnis) sind je nach Gemeinde unterschiedlich.

Die Wetterbedingungen (Sonneneinstrahlung und Wind) bestimmen die Geschwindigkeit, mit der wir den Drohnenflug durchführen können. In unserem Bericht finden Sie, wie viele Tage wir beschäftigt waren. Es kann auch vorkommen, dass die Tage auf mehr als 1 Woche aufgeteilt werden müssen, auch aus diesem Grund die Wetterbedingungen.

Drohne und Kamera
SolarTester arbeitet mit einer einzigartigen Kombination aus Drohne und Kamera. Insbesondere ist unsere Kamera die fortschrittlichste, die es derzeit für den Einsatz in unserem Tätigkeitsbereich gibt. Die Zenmuse XT2 640. Dabei handelt es sich um eine Kombinationskamera, die sowohl herkömmliche Fotos als auch Thermofotos macht. Eine einzige Kamera, mit der wir beide Arten von Bildern anfertigen können, anstelle von zwei separaten Kameras, mit denen man also auch zweimal über die Anlage fliegen müsste. Das spart Zeit und damit auch Kosten für unsere Kunden. Wir erhalten qualitativ hochwertige Bilder, bei denen das herkömmliche Bild mit den von der Thermo-Linse erfassten Modulen übereinstimmt, da die beiden Kameras integriert sind. Dadurch können wir schlechte Module noch besser und gezielter ausfindig machen. Aufgrund der Radiometrie in der Kamera können wir nach dem Filmen im Büro gründliche Analysen der Thermobilder der Module erstellen.